Ein Auf und ein Ab...

Wie bei jeder Krankheit gibt es immer ein auf und ein ab.... es gibt Positives und auch Negatives. 

Meine positive Bilanz ist, das mein CT-Ergebnis vom 29.9.2025 sehr gut ausgefallen ist. Nach dreimaliger Chemo- und Antikörpertherapie, also Halbzeit, wurde das CT von meiner Onkologin veranlasst. Die Lymphome in meinem Bauch sind geschrumpft. Viele Leidensgenossen hatten schon geschrieben, das nach dem dritten Mal etwas passiert, im positiven Sinne. Tatsächlich hatte ich nach der dritten Chemo das Gefühl, das in meinem Bauch der Krieg ausgebrochen ist. Eine kleine Mannschaft hat daran gearbeitet, die bösen Zellen zu killen, und eine andere, diese dann abzutransportieren. Anscheinend haben die Mannschaften gut kooperiert ! 

So war ich gestern bei meinem Urologen, und da die Harnleiterschiene jetzt wohl frei liegt, kann sie entfernt werden, und brauch hoffentlich nicht ersetzt werden. Die Harnleiterschiene hatte ich Ende Mai gelegt bekommen, da Lymphknoten so gewachsen sind und sich zusammen geballt hatten, das sie den Harnleiter abgedrückt und somit eine Nierenstauung hervorgerufen haben. Das Entfernen der Schiene kann direkt beim Doktor in der Praxis ambulant erfolgen, dann muss allerdings beobachtet werden, ob die Niere sich nicht wieder staut. 

Da ich so schmerzempfindlich geworden bin, bekomme ich schon Panik, wenn es irgendwo ziept und sticht. Mein Port macht mir auch immer wieder Beschwerden, ich habe Angst, das ich dort eine Infektion bekomme. Schon im Krankenhaus sagte mir die Onkoschwester, das der Port immer gut desinfiziert werden muss, beim neuen Stechen der Portnadel, sowie beim Wechseln der Infusionen. 

Leider gibt es auch Negatives zu berichten. Letzte Woche sollte ich dann meine vierte Therapieeinheit bekommen, immer zuerst die Antikörper, einen Tag später die Chemo. Die Antikörper hatte ich bekommen, gleichzeitig wurde mir Blut abgenommen. Einen Tag später zur Chemo sagte mir die Schwester, Chemo können wir nicht machen, da meine Leukozyten wieder am Boden sind. Ich frage mich, warum ? Die Abstände zwischen den Chemos sind doch groß genug, damit sich die Leukozytenzahl wieder erhöhen und stabilisieren kann. Und ich spritze zwei Tage nach der Chemo immer ein Medikament, was dazu beiträgt.... und warum bitte sind meine Leukos so stur und tun das nicht?  Das hat mich gefühlte 100 Jahre zurück geworfen, die Tränen flossen... ich dachte, ich bin Ende des Jahres mit der Chemo durch, aber es verzögert sich immer mal wieder. 

Gut, das ich noch keine Erkältung oder grippigen Infekt hatte. Ich fahre ja auch keine Öffis, meide Menschenansammlungen, und gehe kaum einkaufen, nur zu unserer kleinen Kaufhalle am Ende der Straße. Die großen Einkäufe macht einmal die Woche nach Studium von Angeboten mein Holger, da bin sehr dankbar.  

Also neuer 4.Therapieversuch diese Woche ! Morgen zum Blut abnehmen, und hoffentlich am Freitag Chemo. Die Hoffnung stirbt zuletzt ! 

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