Ein holpriger Start ins Jahr 2026

Heute ist der 16.Januar, und ich beginne langsam wieder klar zu denken. Unser Silvester verlief unspektakulär. Mit Ohropax und Schlafmaske ausgerüstet, sind wir um 23 Uhr ins Bett gegangen und haben Mitternacht verschlafen. Am Neujahrstag haben wir uns mit einigen Sportfreunden im Unterspreewald getroffen, eine kleine Wanderung gemacht und sind wie immer im Gasthaus Petkampsberg eingekehrt. Leider jedoch waren wieder einige sehr laute Männer dort, wahrscheinlich mit Restalkohol, so das ein normales Gespräch teilweise nicht möglich war. Sollten wir im nächsten Jahr nicht direkt in der Gaststätte Plätze bekommen können, werde ich dort nicht mehr hingehen. Das erträgt mein so lädiertes Nervenkostüm nicht mehr !

Am Freitag, den 2.Januar hatten wir früh gleich einen Termin beim Bürgeramt, zum Umtausch unserer Führerscheine. Vorher hatte ich angerufen, und es wurde uns gesagt, das wir Passbilder direkt beim Bürgeramt machen können. So weit, so gut.... Am Infoschalter hatten wir dann gefragt nach Passbildern. "Wofür brauchen Sie die denn?"... "Für einen neuen Führerschein" ... "Also da gehen die digitalen Bilder nicht, da brauchen Sie Bilder in Papierformat!" Digitale Bilder kann man direkt vor Ort machen lassen. Unsere Passbilder waren jedoch zu alt, die dürfen nicht älter als ein Jahr sein. Also wurden wir zum DM gerade rüber geschickt, die machen biometrische Verbrecherbilder. Das hat auch geklappt, wir haben jeweils 6 Passbilder in Papierformat bekommen, ohne Brille und ich mit meinen noch nicht wirklich vorhandenen Haaren. Letztendlich wurde ein Passbild verwendet, digitalisiert !!, und uns wieder zurück gegeben. Ich verstehe dieses digitale Zeitalter wirklich nicht !

Die erste Woche im Januar war Holger auch noch zu Hause, so sind wir an einem Tag in die Landsberger Allee ins Allee-Center gefahren. Meine Onkologin ist zum Anfang des Jahres dorthin umgezogen, und ich wollte mich mal orientieren. Alles gut, man kann kostenlos im Parkhaus parken, das Einkaufszentrum ist schön, es gibt eine Treppe... für mich ganz wichtig, da ich eine Fahrstuhlphobie habe. Aber es ist nicht so bequem wie in der Poliklinik in Friedrichsfelde !

Dann kam der Donnerstag.... die Nacht vorher konnte ich schon nicht mehr schlafen. Ich hatte einen Termin im UKB (Unfallkrankenhaus Berlin), in der Urologie zum Entfernen meiner Harnleiterschiene. Da mir dort Ende Mai auch die Schiene eingelegt wurde, sollte sie auch dort wieder entfernt werden. Nach dem traumatischen Erlebnis bei meinem Urologen, der die Schiene nicht entfernen konnte, befürchtete ich das Schlimmste. Die Ärzte dort haben jedoch ganz andere Gerätschaften, und was soll ich sagen, es hat so gut wie gar nicht weh getan, und die Schiene konnte problemlos entfernt werden. Ein ganzes Gebirge fiel von meinem Herzen und die Tränen der Erleichterung kullerten. Erstaunt war ich, wie lang die Schiene war, nämlich 30cm, sehr biegsam und ca. 2mm stark. Der Arzt hat sie mir gezeigt, aber mitnehmen wollte ich sie trotzdem nicht. Gleich einen Tag später war ich bei meinem Urologen, der per Ultraschall kontrolliert hat, ob die Niere funktioniert und sich nicht staut. 

Am Samstag waren wir vormittags noch bei strahlendem Sonnenschein und knackiger Kälte im Bootshaus, dann wurden wir beide krank. Ich behaupte, wir hatten die Grippe, nein, auch kein grippaler Infekt, GRIPPE. Von jetzt auf gleich... Fieber, Halsschmerzen, Glieder- und Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen, Übelkeit und Erbrechen. Ich fing gerade an, mich von meiner letzten Chemotherapie zu erholen, und das wirft mich Wochen zurück. Holger ist schon wieder ganz fit, aber mein geschwächter Körper braucht lange, um sich zu erholen. Heute ist der sechste Tag, und ich habe immer noch Husten, Schnupfen und Kopfschmerzen. Der Weg durch unsere Wohnung gleicht einem Halbmarathon. Immer wieder muss ich Pause machen. Ich bin sehr frustriert und deprimiert. Da habe ich es geschafft, ein dreiviertel Jahr ohne Infektion durchzustehen, und jetzt das !

Ich hoffe, ich kann mich übers Wochenende noch etwas erholen, denn am Montag habe ich einen Termin bei meiner Onkologin, da möchte ich ungern keuchend und schniefend auftauchen. Wir haben beide keine Ahnung, wo wir uns infiziert haben könnten. In Anbetracht der Inkubationszeit könnten wir uns vielleicht im Allee-Center angsteckt haben. Aber es ist sowieso müßig, darüber nachzudenken ! Der Drops ist gelutscht ! 

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