Wie geht es mir wirklich ?

Nach der Therapie ist vor der Therapie....  Der Krebs ist immer noch da, heimtückisch lauert er in meinem Körper und wartet ab.... Das letzte CT Ende Januar zeigt immer noch einen Rest-Tumor an.

Von dem großen schnell wachsenden Lymphom ist nach 6x Chemo und Antikörper immer noch etwas übrig geblieben. Positiv ist allerdings, das alle weiteren Lymphome in meinem Bauch nicht mehr da sind, die waren auch nicht so groß und so schnell wachsend. Es folgt auf jeden Fall eine Erhaltungstherapie mit Antikörpern über zwei Jahre alle zwei Monate, d.h. in meinem Fall eine Infusion mit "Obinutuzumab". Ich habe lange Zeit gehabt, dieses Wort zu üben, da ich dieses Zeug ja auch während der Chemo bekommen habe, jetzt geht es halt noch zwei Jahre weiter, aber ohne Chemo ! Meinen Port-Katheder behalte ich also auch noch, es ist nicht so, das ich ihn nicht merke, er ist einfach unangenehm und tut manchmal weh.

Ich verdränge sehr viel (aber ich muss es verarbeiten!) ... die Onkologin hat mir wieder vor Augen gehalten, das ich einen aggressiven schnell wachsenden Tumor in mir hatte (und habe!). Aber Lymphome kann man nicht wie andere Tumore einfach heraus schneiden, da dann auch viele Lymphknoten verloren gehen würden, daher habe ich äußerlich wenig Narben...und was man nicht sieht, ist nicht da ! 

Aber da die Ärzte nicht wissen, ob immer noch aktive Zellen in dem verbleibenden Rest-Lymphom vorhanden sind, muss ich noch bestrahlt werden. Das war jetzt ziemlich viel auf einmal am heutigen Tag, der Fahrdienst zur Strahlentherapie musste auch noch organisiert werden, und ich muss diese Nachricht erstmal verdauen. Ich habe ja auch immer noch Schmerzen an der bewussten Stelle. Mindestens 10 Bestrahlungen jeden Tag jeweils von Montag bis Freitag. Das wird anstrengend ! 

Nächste Woche der erste Termin bei der Strahlentherapie, wohl erst ein Vorgespräch. Ende des Monats Therapie bei der Onkologin mit Antikörpern. Damit es mir nicht langweilig wird ! Auch nächste Woche: ein Termin beim Rentenberater... wie es weitergeht mit mir, weiß ich ja selber noch nicht einmal. Ich möchte Erwerbsminderungsrente beantragen, so das ich etwas Geld habe. Und wenn es mir dann gut geht, kann ich vielleicht Teilzeit arbeiten. Aber im Moment könnte ich noch nicht einmal das ! 

Ein Tag später.... heute am 6.2. hätte mein Vater seinen 83.Geburtstag. Im September 2022 ist er verstorben, ich vermisse ihn ! 

Mit meiner Reha-Maßnahme ging auch alles durcheinander. Zuerst hatte ich mich sehr gefreut, das die Rentenversicherung einem meiner Wünsche entsprach, und mir eine Reha in der Strandklinik Boltenhagen bewilligt hat. Hach... Meer und Strand... das wäre es gewesen ! Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt, und wer weiß wozu es gut ist, denn....  die Strandklinik Boltenhagen hat erst ab 15. Juli einen Termin für mich, und genau an diesem Tag endet meine Kostenübernahme von der Rentenversicherung. Dazu sage ich erstmal nichts ! Mir ist das viel zu lange hin, also habe ich eine nette Mail an die Rentenversicherung geschrieben, und was soll ich sagen... genau 4 Tage später bekomme ich einen Brief von der Immanuel-Klinik in Buckow/Märkische Schweiz, und ich darf Ende April meine Reha antreten für drei Wochen, eventuell mit Verlängerung. Da habe ich gefreut ! Buckow und den Schermützelsee kenne ich, das ist sehr schön dort und im Frühling erst recht ! 

Meine Haare wachsen wieder, ich freue mich ! Nachher muss ich vor der Reha noch zum Friseur....

                    Am Ende wird alles gut, und wenn es noch nicht gut ist,                                                                                                                                      ist es noch nicht das Ende ! 😌




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